Holz-Allerlei

Man lernt im Leben nie aus. Und von Holz immer was dazu.

Alle 40 Sek. wächst ein Haus nach

Weil so manches über Holz wirklich unglaublich klingt, braucht es für die bessere Vorstellung dieser Zahlen und Fakten einfache Vergleiche.

Alle 40 Sek. wächst ein Haus nach

Holz ist Österreichs bedeutendster Rohstoff. 30,4 Mio. m3 Holz wachsen jedes Jahr nach – zur besseren Vorstellung: Das entspricht 5.500 Fussballfeldern. An einem Tag wächst die Holzmenge für bereits 2.160 Einfamilien-Holzhäuser nach.

Theoretisch könnten wir in unseren Städten und Dörfern nur Häuser aus Holz errichten. Technisch ist es heute möglich, Gebäude bis zur Hochhausgrenze mit Holz zu bauen. Holz steht in den heimischen Wäldern ausreichend zur Verfügung – auch deshalb, weil es das oberste Gebot nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist, nicht mehr zu nutzen als nachwächst.

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Tschabrun Holzlehrpfad

Holz im Labor unter der Lupe

Holz im Labor unter der Lupe

Holzlehrpfad

Heute führt uns der Weg nicht wie gewohnt in den Wald sondern ins Labor. Wir wollen Holz genau unter die Lupe nehmen – auf den ersten Blick tut sich eine bizarre Formenwelt auf.

Holz besteht aus Cellulose und Lignin, zudem enthält Holz Harze, Wachse, Fette, Öle, Stärke, Zucker, verschiedene Mineral-, Gerb- und Farbstoffe sowie Alkaloide. Am Lignin liegt es, das aus einer gewöhnlichen Pflanzenzelle die Zelle eines Holzes wird. Lignin ist nach der Zellulose der mengenmäßig wichtigste Rohstoff im Pflanzenbereich.

20 bis 40% vom Trockengewicht des Holzes bestehen aus diesem „Verholzungsstoff“. Bei Nadelhölzern ist der Anteil höher als bei Laubhölzern. Der komplexe und hochpolymere Stoff ist chemisch und physikalisch fest mit der Cellulose verbunden und macht sie stabil und druckfest.

Holz ist einer der stabilsten Stoffe im Pflanzenreich. Wegen seiner Festigkeit können Bäume bis zu 100 m in den Himmel ragen (ein amerikanischer Mammutbaum hält mit einer Höhe von 112 m den Weltrekord). Holz besteht aus röhrenförmigen Zellulosezellen, die durch Lignin – eine feste, farblose Kohlenwasserstoff-Verbindung – miteinander verklebt sind. Das Lignin wird in der Zellwand eingelagert und dient dort als Festigungselement. Je nach Baumart sind die Zellen unterschiedlich groß – das erklärt auch die verschiedenen Eigenschaften der Hölzer in Bezug auf Gewicht, Dichte und Festigkeit.

 

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Holz-Superlative

Bitte Reinklicken, lesen und staunen...

Holz-Superlative

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Ältester Baum # Fichte # 9550 Jahre # Standort Schweden

Höchster Baum # Küstenmammutbaum 115 m Standort Redwood Nationalpark Kalifornien

Dickster Baum # Sumpfzypresse Umfang Stamm 45 m Gewicht ca. 636 Tonnen

Teuerstes Holz # Schlangenholz ca. € 170.- pro kg

Größter Wald # Südamerika Amazonas #1.1 Mia ha ( = 25% des globalen Waldes)

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Tutanchamun und das Furnier

Furniere nutzten vor über 4000 Jahren bereits die Ägypter. Dies belegt eine Truhe aus der Grabkammer des Tutanchamun, wo Sperrholzreste gefunden wurden. Und Sperrholz ist nichts anderes als ein aus Furnieren schichtweise aufgebauter Holzwerkstoff.

Hart wie eine Nuss – der Stamm des Nussbaums

Nussholz ist ein besonders hartes, dichtes und porenfreies Holz. Von aussergewöhnlicher Dimension ist auch das Farbspektrum dieser Holzart.

Hart wie eine Nuss – der Stamm des Nussbaums

Hart wie eine Nuss – der Stamm des Nussbaums

Nussholz ist ein besonders hartes, dichtes und porenfreies Holz. Von aussergewöhnlicher Dimension ist auch das Farbspektrum dieser Holzart. Die Farbe sagt viel über die Herkunft, über das Klima und die Bodenbeschaffenheit aus – je nach Herkunft verändert sich die Farbgebung und die Lebhaftigkeit der Maserung. Ein Boden aus goldbraunem Nussholz, gibt einem Raum Wärme und Tiefe und ist vor allem eines: Ein Bodenschatz für klassische Zeitlosigkeit. Die intensive, oft geflammte Maserung macht Nussholz zu einem wertvollen Möbelholz, speziell für Intarsien oder Furniere. Dass in guten Nussjahren besonders viele Buben geboren werden, ist ein Aberglaube. Dass der Nussbaum ein beliebter Hofbaum war, weil er durch seinen herben Geruch Gelsen und Fliegen fern gehalten hat, ist schon gesicherter.

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Tiefen Furchen und dennoch unverwüstlich. Altholz: Von der Natur gezeichnet

Die Sonne alleine ist nicht schuld am Aussehen von Altholzbrettern. Der Zahn der Zeit hat mit Wind, Regen, Kälte und Hitze seine unverkennbaren Spuren im Holz hinterlassen.

Altholz

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Altholz – von der Natur gezeichnet.

Tiefe Furchen. Und dennoch unverwüstlich. Die Sonne allein ist nicht schuld am Aussehen von Altholzbrettern. Der Zahn der Zeit hat mit Wind und Regen, Kälte und Hitze seine unverkennbaren Spuren im Holz hinterlassen. Aber wiederaufbereitet und gereinigt sind sie ein echter Blickfang, der je nach Witterungseinfluss und Holzart Farben von dunkelbraun über hellbraun bis zu unterschiedlichen Grautönen zeigt. Diese Bretter stammen von Außenverkleidungen alter Bauernhäuser und Stadel und machen sich gut im Innenbereich als Wand- und Deckenverkleidungen aber auch als 3-Schichtplatten für den Möbelbau und Türen. Altholz wächst nicht nach, alte Bauernhäuser und Stadel werden als Lieferanten von Altholz immer rarer. Das erklärt auch, dass Altholz eine Exklusivität ist, die ihren  Preis hat.

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Hätten Sie das gewusst?

Die Hamburger Xylothek hat unglaubliche 37.000 Holzmuster von 11.300 Holzarten im Archiv.

11.300 Holzarten

Die Hamburger Xylothek – eine Spezialbibliothek für Holz – findet man im Hamburger Thünen-Institut für Holzforschung. Mit mehr als 37.000 gelisteten Holzmustern ist die Hamburger Xylothek eine der größten der Welt. Diese Muster dienen als Referenz, um unbekannte Hölzer oder Holzprodukte zu bestimmen. Anfragen kommen aus allen Bereichen des Holzhandels, der Holzverarbeitung und der Warenkontrolle. Zoll- und Naturschutzbehörden (zur Kontrolle illegal eingeschlagener Hölzer) und Holzhandelsunternehmen (zur Aufklärung von Falschdeklarationen) holen ihre Expertisen beim Thünen-Institut ein, die mit Hilfe der Referenzhölzer zweifelsfrei aufklären können, um welche Holzart es sich handelt.

Viele gefährdete Baumarten unterliegen dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen CITES, das den weltweiten Handel von bedrohten Tier- und Pflanzenarten regelt. So ist die Einfuhr von Echtem Mahagoni, das als edles Ausstattungs- und Bootsbauholz eingesetzt wird, genehmigungspflichtig. Für die Entwicklung des computergestützten Bestimmungsschlüssel CITESwoodid waren die Holzmuster in der Hamburger Xylothek eine unentbehrliche Grundlage.

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Lärchenholz

Ist sehr fest, dauerhaft, zäh, harzreich, wertvoll, schnelltrocknend, weist mit etwa 11% wenig Schwund auf und ist gut bearbeitbar.

Lärchenholz

Im Kern ist die Gebirgslärche rötlich braun, im Splintbereich gelblich. Die herausragenden Eigenschaften wie Festigkeit und Elastizität machen die Lärche zum Bau- und Konstruktionsholz der Zukunft. Für den Tischler ist die Lärche als Kernholzbaum mit ausgeprägtem Farbunterschied ein idealer Werkstoff für Küchenmöbel, auch als Parkett- und Dielenboden spielt die Lärche ihr Können aus.

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Der Baum der Zukunft – die Weisstanne

Die Weisstanne ist weniger trockenheitsanfällig und ist sturmresistenter. Auf entsprechenden Standorten sind hohe Erträge möglich, was sie auch wirtschaftlich interessant macht.

Die Weisstanne

Sie macht uns wieder Hoffnung, die Weisstanne. Denn seit der Reduktion der hohen Schwefeldioxidbelastungen der Luft erholt sich die Weisstanne zunehmend. Sie zeigt sich im Zeichen des Klimawandels als eine Baumart der Zukunft. Sie erschliesst im Gegensatz zur Fichte mit ihrem tiefreichenden Wurzelsystem auch schwere Böden. Die Weisstanne ist weniger trockenheitsanfällig und ist sturmresistenter. Auf entsprechenden Standorten sind hohe Erträge möglich, was sie auch wirtschaftlich interessant macht.

Tannenholz lässt sich gut spalten, was für die Herstellung von Holzschindeln geradezu ideal ist. Auch als Bau- und Konstruktionsholz eignet sich die Tanne gut. Sie ist tragfähig und weist gute Biege- und Druckfestigkeit auf. Das Holz der Weiss-tanne lässt sich ausserdem gut verleimen und imprägnieren. Hochwertiges Tannenholz ist im Innenausbau für Vertäfelungen, Fussböden und Türen sehr gefragt. Man sagt dem Holz hohes Stehvermögen nach, eine Eigenschaft, die im Instrumentenbau besonders wichtig ist.

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Hier haben Sie ihren Parkett-Guide!

Parkett ist ein so umfangreiches Thema, dass wir Ihnen eine Hilfe anbieten möchten: das kleine Parkett-Lexikon. Schauen Sie nach, wenn Sie nicht mehr weiter wissen. Oder Sie fragen gleich unsere Fachberater!

Parkett-Guide

Parkett ist ein so umfangreiches Thema, dass wir Ihnen ein kleines Parkett-Lexikon anbieten möchten. Schauen Sie nach, wenn Sie nicht mehr weiter wissen. Oder Sie fragen gleich unsere Fachberater in Rankweil, Bürs und Innsbruck.

Parkett= der Oberbegriff für Holzfuss-böden, die aus industriell vorgefertigten Fussbodenelementen hergestellt werden.

Blindboden = Unterkonstruktion für Parkett

Massivparkett = Parkett, das aus massiven Hölzern besteht.

Dielen = Verlegeeinheiten in Dielenform. Diese gibt es massiv oder als 3-Schichtmaterial, wobei der Gegenzug und die Mittellage aus anderen Hölzern bestehen als die sichtbare Decklage.

Mosaikparkett = Parkett, der aus einzelnen Mosaikparkettlamellen besteht, die werksseitig zu Verlegeeinheiten (Platten) zusammengesetzt werden.

Schwimmende Verlegung = Dielen werden miteinander verbunden und lose auf einer Trittschallmatte auf festem Untergrund verlegt.

Verklebte Verlegung = Dielen werden nicht miteinander verbunden und mit dem Untergrund verklebt.

Druckfestigkeit = beträgt bei Hölzern, die für Parkett eingesetzt werden, mindestens 7,0 N/mm2. Dies bedeutet, dass der Eindruckswiderstand von Parkett recht hoch ist und bei normaler Beanspruchung kaum bleibende Eindrücke zurückbleiben.

Reinigung = besteht aus Saugen, Kehren oder Wischen. So wird der täglich anfallende Staub und Schmutz entfernt und für eine hygienische Atmosphäre gesorgt. Wichtig: Boden stets möglichst trocken hinterlassen! Zur Reinigung werden hauptsächlich Neutralreinigungsmittel in kleinen Mengen benutzt. Für die dauerhafte Werterhaltung sollte ein Raumklima zwischen 18oC und 24oC bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% gegeben sein.

Ölen = Öle als Oberflächenbehandlung von Parkett werden mit Bürsten und Lappen 1-3x aufgetragen. Dadurch füllen sich die Poren. Durch die Oxydation des Öles mit dem Sauerstoff der Luft entsteht eine Verhärtung der Holzoberfläche. Diese natürliche Behandlung, nach jahrhundertealten Traditionen mit hochwertigen Ölen, bewahrt den ursprünglich frischen Charakter des Holzes und überzeugt durch eine samtig-matte Oberfläche.

Versiegelte Oberflächen = hochwertige Versiegelungssysteme lassen den Holzfussboden optisch natürlich erscheinen. Mit ihrem aussergewöhnlichen seidigen Glanz entsteht ein exklusives Erscheinungsbild, das eine hohe Widerstandskraft bietet und die Lebensdauer des Parketts um ein Vielfaches erhöht.

 

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